Die Fahrt zum ersten Vorstellungsgespräch an einer weiterführenden Schule kann mit vielen Erwartungen verbunden sein, insbesondere wenn das Kind bereits sprachgewandt und an das Gespräch mit Erwachsenen gewöhnt ist. Man könnte meinen, ein solcher Schüler würde sich im Vorstellungsgespräch gut schlagen. Bei einer einfachen Übungsfrage wie „Was ist dein Lieblingsfach?“ kann jedoch eine einsilbige Antwort wie „Englisch“ zeigen, dass eine bessere Vorbereitung erforderlich ist.
Kaum ein Aspekt des Zulassungsverfahrens bereitet Eltern und Schülern so viel Sorgen wie das Vorstellungsgespräch. Jahrzehntelange Erfahrung in der Vorbereitung von Schülern und der Begleitung zahlreicher Familien während des Bewerbungsprozesses machen deutlich, dass das Vorstellungsgespräch zwar mit Ängsten verbunden sein kann, aber auch eine einzigartige Chance bietet.
Vorstellungsgespräche können einen wichtigen Einfluss auf die Zulassungsentscheidung haben – sowohl positiv als auch negativ. Unvorbereitete Studierende können das Gespräch als einseitig, unangenehm und unangenehm empfinden. Ein zu einstudierter Studierender hingegen wirkt möglicherweise einstudiert und unauthentisch. Glücklicherweise kann das Vorstellungsgespräch mit sorgfältiger Vorbereitung und einer ausgewogenen Herangehensweise zu einem der stärksten Bestandteile der Bewerbung werden. Die folgenden Tipps helfen dabei, gut vorbereitet einen positiven Eindruck zu hinterlassen.
Tipps zur Vorbereitung von Studierenden auf ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch
1. Üben Sie durchdachte Antworten
Ermutigen Sie die Schüler, sich im Vorfeld über typische Interviewfragen Gedanken zu machen. Fragen wie „Was ist Ihr Lieblingsfach und warum?“, „Erzählen Sie mir von einer Herausforderung, die Sie gemeistert haben“ oder „Wie verbringen Sie Ihre Freizeit außerhalb des Unterrichts?“ erfordern mehr als nur einsilbige Antworten. Ziel ist nicht, Antworten auswendig zu lernen, sondern den Schülern zu helfen, ihre Gedanken zu ordnen und entspannt über ihre Erfahrungen zu sprechen.
2. Betonen Sie Authentizität
Zulassungsbeauftragte suchen nach authentischen Einblicken in die Persönlichkeit eines Studierenden – nicht nach einstudierten Monologen. Es ist wichtig, dass Studierende aus dem Herzen sprechen, persönliche Interessen teilen und im Gespräch sie selbst bleiben. Ehrlichkeit und natürliche Begeisterung können einen großen Beitrag zu einem positiven Eindruck leisten.
3. Fördern Sie den wechselseitigen Dialog
Ein erfolgreiches Vorstellungsgespräch sollte sich wie ein Gespräch anfühlen, nicht wie ein Verhör. Studierende sollten sich ein paar Fragen für den Interviewer überlegen, idealerweise solche, die ihr Interesse an der Hochschule widerspiegeln. Fragen zum Studentenleben, zu Campus-Aktivitäten oder zum Unterrichtsumfeld zeigen Eigeninitiative und Neugier.
4. Arbeiten Sie an der nonverbalen Kommunikation
Körpersprache spricht Bände. Eine selbstbewusste Haltung, Augenkontakt und ein freundliches Lächeln tragen dazu bei, den Ton für ein überzeugendes Vorstellungsgespräch festzulegen. Das Üben von Vorstellungsgesprächen persönlich oder per Video kann Studierenden helfen, sich ihrer nonverbalen Kommunikation bewusster zu werden.
5. Bereiten Sie sich auf virtuelle Interviews vor
Viele Schulen bieten mittlerweile virtuelle Vorstellungsgespräche an. Dabei sollten die Studierenden auf ihre Umgebung achten, für ausreichend Licht sorgen und Blickkontakt zur Kamera halten. Eine ruhige, ablenkungsfreie Umgebung ist unerlässlich. Ein vorheriger Technikcheck kann helfen, Unterbrechungen zu vermeiden.
6. Nachbesprechung und Reflexion
Nach einem Probe- oder Vorstellungsgespräch ist es hilfreich, darüber nachzudenken, was gut gelaufen ist und was verbessert werden könnte. Konstruktives Feedback kann das Selbstvertrauen der Studierenden stärken und ihnen helfen, sich in zukünftigen Vorstellungsgesprächen sicherer zu fühlen.
Abschluss
Mit der richtigen Balance aus Vorbereitung und Selbstbewusstsein können Vorstellungsgespräche für Studierende eine wertvolle Gelegenheit sein, sich im besten Licht zu präsentieren. Anstatt Stress zu verursachen, kann das Vorstellungsgespräch die Persönlichkeit, die Werte und die Bereitschaft eines Studierenden für die nächste Etappe seines akademischen Werdegangs hervorheben.
